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Mongolei verstehen

Dschingis Khan, endlose Weite, Nomaden auf ihren Pferden, ein Leben im Einklang mit der Natur - diese Assoziationen weckt die Mongolei häufig. Für viele Menschen ist sie ein Sehnsuchtsziel: ein wunderschönes Land mit viel Abenteuerpotenzial. Wie aber sieht die Realität aus?

 
 

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Ein wunderschönes Land ist die Mongolei tatsächlich. Aber die wenigsten Nomaden reiten noch, sie treiben ihre Herde mit Motorrädern oder Autos. Die traditionelle Tracht, Deel, wird nur noch zu Festtagen angelegt. In den Jurten, den kreisrunden Filzzelten, haben Fernseher Einzug gehalten, in denen bunte Bilder aus der Hauptstadt flimmern.

Atmen, Denken und Träumen von einer archaischen Welt

Wolfgang Luck, der Redakteur des SympathieMagazins »Mongolei verstehen«, besucht das Land seit 30 Jahren immer wieder. Dabei erkennt er »seine« Hauptstadt manchmal kaum wieder. »Wo ist eigentlich das buddhistische Klostermuseum, in dem ich immer so gern im Garten saß«, fragt er sich und findet es schließlich im Schatten neuer Hochhaustürme.

Ulan Bator wirkt wie ein Magnet. Jährlich zieht die Stadt zehntausende Nomadinnen und Nomaden an, die auf ein besseres Leben hoffen. Mittlerweile lebt fast die Hälfte der drei Millionen Mongolen dort. Die Folgen: Wohnungsmangel, Arbeitslosigkeit, Armut, Gewalt, Umweltprobleme. Der Aufschwung mit Beginn der Marktwirtschaft brachte zunächst viel Hoffnung, schreibt Myagmar Munkhmandakh, Leiterin des mongolischen Presseinstituts. Die Rohstoffe des Landes wurden erschlossen, das Bruttoinlandsprodukt explodierte. Der Boom hat jedoch nur eine kleine Schicht reich gemacht, ein Drittel der Bevölkerung lebt in Armut.

Wie schwierig es selbst für Akademiker ist über die Runden zu kommen, zeigt das Beispiel eines Lehrers in Ulan Bator. Die meisten jungen Mongolinnen und Mongolen lieben ihre Stadt trotzdem — eine Boomtown mit Bildungschancen und Karrieremöglichkeiten sei sie. Es gibt einige hochrangige Universitäten, die vor allem junge Frauen besuchen. Viele Kinder aus Nomadenfamilien studieren dort. Deren Eltern leben in Jurten und halten alte Traditionen hoch: Sie tauschen Schnupftabak, spielen das Schafsknöchelspiel Shagai und feiern das buddhistische Frühlingsfest. Khöömi-Sänger lassen ihre Kehlköpfe vibrieren und stolze Ringkämpfer messen sich in Wettbewerben. Das aktualisierte SympathieMagazin folgt den Spuren des scheuen Gobibären, begleitet eine Kamelkarawane auf ihrem Ritt durch die

Wüste, lauscht dem Singen der Dünen und geht der Frage nach, warum der Himmel über der Mongolei eigentlich so blau ist.

Wird das Land seinen eigenen Weg finden? »Im Rausch der Modernisierung haben wir viel von unserem nomadischen Herz verloren«, kritisiert Dulguun Batmunkh. Gold- und Kupferminen schlagen tiefe Wunden in die Landschaft, Ziegenherden, die Kaschmir für den Weltmarkt liefern, überweiden die Steppen. Der deutsch-mongolische Schriftsteller Galsan Tschinag will sein Land zu einem Naturschutzreservat für Gäste aus aller Welt erklären lassen. Das Nomadentum sei ein Schatz, es zeige, wie man mit wenig gut leben kann. Nomadinnen und Nomaden kennen, so Tschinag, den Zwang des Uhrwerks nicht, sie haben jeden Tag wirklich gelebt. Man ahnt, wie reich Nomaden tatsächlich sind.

Text: Wolfgang Luck, Redakteur des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung


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