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Friedrich Schmidt-Bleek - Grüne LügenFriedrich Schmidt-Bleek
Grüne Lügen

KEN. Was Friedrich Schmidt-Bleek als »Grüne Lügen« bezeichnet, hat vor allem damit zu tun, dass ein großer Teil der Umweltbelastungen überhaupt nicht in unser Bewusstsein dringt. Egal ob die Politik argumentiert oder die Wirtschaft, es geht immer ums Geschäft und weit weniger ums Wetter.

 
 

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Tatsächlich ist das Klima nur eines der vielen Aspekte dessen, was Friedrich Schmidt-Bleek »Augenwischerei« nennt. Grüne Pläne verhindern am Ende die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Es geht eben um mehr als darum, dass wir den Benzinverbrauch und den Feinstaub reduzieren, giftige Metalle sachgemäß entsorgen und Verpackungen weiternutzen. Diese Symptome sind nur die Folgen einer »systemisch falsch« aufgestellten Wirtschaft.

Wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten

Selbst die Klimapolitik, die nur auf einen Teil unserer Umweltprobleme gerichtet ist, sollte nach Professor Schmidt-Bleek die tieferen Ursachen des Klimawandels nicht nur in der Energiepolitik suchen, sondern die Ressourcenintensität der Gesamtwirtschaft einschließlich der Energieversorgung als Ursache des Problems ansehen.

Ein Beispiel ist das Elektroauto. Vielleicht denken wir daran, dass wir eben kein Benzin verbrauchen, weil wir unser Auto an die Steckdose anschließen. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Elektroauto neben Strom auch Materialien wie Kupfer verbraucht. Am Ende frisst die Einsparung beim Treibstoff den scheinbaren ökologischen Nutzen nahezu auf. Selbst bei der Windkraft werden seltene Erden verwendet, sodass der ökologische Schaden am Ende größer ist als der Vorteil, den uns die »grüne« Politik der meisten Parteien inzwischen unterjubeln möchte.

Ein weiteres Beispiel der »grünen Lügen« ist der Zusatz von Erdölalkohol. Am Ende konnten die Produzenten der Biomasse ihre Nahrungsgrundbedürfnisse nicht mehr, auch wenn die Produktion und der Export von Treibstoffen höhere Erlöse brachte als der Export von Nahrungsmitteln. Was ökologisch als machbar erschien, bedeutete für die betroffenen Menschen am Ende das Gegenteil.

Nach Professor Friedrich Schmidt-Bleek und »Grüne Lügen« ist die Gratwanderung zwischen ökologischer Sinnhaftigkeit und reiner Verschwendung ziemlich schwer. Es sind nicht die Nordamerikaner, die mit 75,3 kg im Jahre 2008 die meisten wirtschaftlichen Materialien täglich nutzten. Ihnen waren die Einwohner Ozeaniens und Australiens mit 98 kg noch voraus – im Vergleich zu den Europäern mit 40,2 kg. Am Ende der Kette standen die Afrikaner mit nur 14,5 kg wirtschaftlicher Materialien pro Tag. Man muss sich zum Vergleich vorstellen, dass die Produktion allein eines (!) Smartphones 71 kg natürlicher Materialien verbraucht. Selbst wenn die Handys unsere Jugendlichen ebenso wie die meisten Erwachsenen inzwischen den Großteils des Tages in Beschlag nehmen, ist das neben allem anderen, was Europäer, Amerikaner, Ozeaner und Australier zusätzlich verbrauchen, ziemlich viel.

Dabei können natürliche Materialien selbst beim Hochhausbau ökologischer verwendet werden. Holz hat selbst in diesem Bereich eine bessere ökologischer Bilanz als zum Beispiel Beton, für den Sand gebraucht wird. Sand ist in der Schweiz bereits die wichtigste Schmuggelware überhaupt! Sand wird nicht nur gebraucht für Spielplätze, Gebäude und Straßen. Er kommt auch in Chips für Computer, Kreditkarten, Geldautomaten und Glas vor, selbst in Lebensmitteln, Kosmetika und Solarzellen. Unsere Gesellschaft ist auf Sand schlichtweg gebaut! Die Kommunikationstechnologie, die wir jeden Tag genießen, wäre ohne Sand nicht denkbar.

Auf knapp 300 Seiten präsentiert uns Friedrich Schmidt-Bleek seine Gedanken dazu, wie wir nicht nur ökologisch im Sinne von »ökologisch verbrauchen« denken. Er inspiriert uns auch dazu, darüber nachzudenken, wie wir überhaupt verbrauchen. Manches ist eben ökologisch gesehen vorteilhafter repariert als neu gekauft. Vieles, was den nächsten Fortschrittsgedanken in sich trägt, ist nichts anderes als eben Augenwischerei, und vieles technologisch Machbare macht ökologisch keinen Sinn.

Friedrich Schmidt-Bleeks Appell sollte daher nicht ungehört verhallen: »Wir rufen die Regierungen (...) auf, Maßnahmen zu modifizieren, die derzeit noch Fortschritte in Richtung Zukunftsfähigkeit behindern, und Anstrengungen der Industrie und von Einrichtungen der Wissenschaft und Technik in diese Richtungen zu erleichtern, anstatt sie zu erschweren. Wir rufen Industrie und Nichtregierungsorganisationen auf, diese Veränderungen politisch zu unterstützen.«

Das Wichtigste dabei ist, Signale und Anreize, die Menschen und Gewerbe vom Markt erhalten, mit den ökonomischen und ökologischen Tatsachen in Einklang zu bringen. Das vorherrschende Merkmal am Markt ist der Preis, aber der ist meistens ökologisch unsinnig.

»Grüne Lügen« ist ein aufrüttelnder Beitrag dazu, die eigenen ökologischen Verhaltensweisen zu überprüfen. Vielleicht lässt sich das eine oder andere im Haushalt doch eher reparieren, statt es der Einfachheit halber neu zu kaufen. Am Ende geht es eben um mehr als darum, eine Klimakatastrophe zu verhindern. Denn das Klima macht nach Friedrich Schmidt-Bleek bei all dem Ressourcenverbrauch durch unseren Konsum nur ein Fünftel der tatsächlichen ökologischen Belastung aus.


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