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Michael Langheinrich – WillenskraftMichael Langheinrich
Willenskraft

KEN. »Willenskraft – Wenn Aufgeben keine Alternative ist« von Michael Langheinrich ist in meinem Bücherstapel immer wieder ganz nach unten gewandert. Vielleicht lag es daran, dass er seine Leser im T-Shirt mit dem Aufdruck »Fuck you« begrüßt. Aber Aufgeben deswegen ist für mich keine Alternative.

 
 

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Michael Langheinrich ist Entwickler und Gründer des Willenskraft-Prinzips. Motivation alleine führt danach noch nicht dazu, dass jemand ein Ziel auch erreicht. Motivation befeuere und beeinflusse unsere Zielsetzung mit der Kernfrage nach dem, was wir überhaupt wollen: »Sie ist der Motor und der Antrieb, ohne den nichts vorangeht. Aber der Begriff Motivation bezeichnet lediglich eine Handlungstendenz, also ein Streben nach Zielen oder Werten – als eine Art Wind in den Segeln.«

Wenn Aufgeben keine Alternative ist

Wenn das Was klar ist, braucht es nach Michael Langheinrich als nächstes den Willen als steuernde, regulierende und antreibende Kraft zum Ziel. Hier lautet die Kernfrage: »Wie komme ich zum Ziel?«

Auf knapp 300 Seiten zeichnet Michael Langheinrich mit zahlreichen auch autobiografischen Beispielen, wie sich dieser Unterschied von Motivation und Willen im Willenskraft-Prinzip ausdrückt. Für wen es erfolgreich war, für den gab es nach einer Entscheidung keine Alternative. Aufgeben wäre schon gar nicht drin gewesen.

Wenn etwas so sehr in Stein gemeißelt ist, dass es stattfinden wird, egal welche Hindernisse sich einem dafür in den Weg stellen, dann braucht es für die Ziele eine besondere Verantwortung und vor allem Klarheit. Michael Langheinrich rät, Ziele entlang von »Sechs W-Fragen« schriftlich festzuhalten: Was möchten wir konkret erreichen? Warum streben wir ein Ziel überhaupt an? Wozu genau dient es? Wann genau soll das Ziel erreicht sein? Wie und mit welchen Mitteln erreichen wir das Ziel? Und wer kann uns dabei gegebenenfalls unterstützen?

Ziel- und lösungsorientierte Fragen sind nach verschiedenen Modellen durchaus üblich. Das bekannteste ist vermutlich die SMART-Formel für Ziele. Das Willenskraft-Prinzip plädiert darüber hinaus dafür, ein Ziel mit einem so starken »Muss«-Faktor zu versehen, dass uns nichts mehr davon abhält. Mit ordentlich Wind in den Segeln kommen wir am besten voran. So überzeugt, wie Michael Langheinrich ist, müssen wir bei Flauten willenskraftmäßig wohl selbst pusten.

Hier rudert er ein wenig zurück. Auch er sei nicht der Typ, der »zum Frühstück schon mit dem Kopf dreimal auf die Tischplatte knallt und mit Reißnägeln gurgelt, um willenskraftmäßig in Stimmung zu kommen«. Auch wenn er von Entschlossenheit, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Willenskraft redet und damit Bequemlichkeiten, Gewohnheiten und Denkroutinen stört, sollen wir nicht kopf- und sinnlos handeln.

Zwischen Durchhalten (um jeden Preis) und Aufgeben (weil der Preis dann doch zu hoch sein könnte) ist auch bei Michael Langheinrich das gesunde Abwägen das höhere Gut. Dass er dazu den Philosophen Robert Goodwin zitiert, finde ich sympathisch: »Gewinner geben ständig auf. Sie tun es nur im richtigen Moment.«

Wir haben nach dem Willenskraft-Prinzip die Möglichkeit, unsere Ziele nachzujustieren, die Richtung zu wechseln oder insgesamt andere Ergebnisse anzustreben. Willenskraft bedeutet eben nicht, dass wir uns in etwas hineinverbohren, sondern dass wir genauso willensstark abwägen, wie wir unsere Kraft, unsere Fähigkeiten und unsere Aufmerksamkeit für das Handeln zugunsten eines Prozesses einsetzen. Dazu gehören auch Pausen, die wir zum Reflektieren unserer Ziele und gegebenenfalls dazu nutzen sollten, sie anzupassen.

Dass jemand alle Brücken hinter sich niederreißt, um ein Ziel zu erreichen, ist seit biblischen Zeiten und Hannibal mit den Elefanten in den Alpen sprichwörtlich. Michael Langheinrich bindet die Willenskraft vor allem an verbindliche Ziele. Mit Zielen flattern wir nicht länger herum wie Fahnen im Wind.

Das Bild mit den Segeln, dass der Autor seinen Lesern zu Anfang bietet, finde ich an dieser Stelle sehr nützlich. Denn wer segelt, ist die meiste Zeit damit beschäftigt, den Kurs zu halten und nachzusteuern. Auch dazu gehört Willenskraft, und es ist oft genug bequemer als anzulanden, das Boot zu zerstören und zu Fuß weiterzugehen.


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