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James Lee Burke – Vater und SohnJames Lee Burke
Vater und Sohn

KEN. James Lee Burke wird in seiner Familiensaga rund um die Sheriff-Dynastie der Hollands ziemlich himmlisch, so als klebte jede einzelne Seite der Bibel auf dem Körper seines Helden, wie wir noch lernen werden. Warum aber sollte ein nachgereichter Teil der Grals-Legende jedoch nicht im Norden Mexikos spielen?

 
 

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Hackberry Holland und sein Sohn sind einander wenig grün. Ishmael hofft gegen Ende des Ersten Weltkriegs und nach seinem Einsatz in Frankreich in irgendeinem Militärkrankenhaus auf seine Genesung. Er wird dabei kräftig von einer ehemaligen Geliebten seines Vaters unterstützt. Der ehemalige Texas Ranger hat es inzwischen mit den üblichen Gespenstern aus dem Übergang von Wildem Westen und der neuen Zeit zu tun. Ganz unten angekommen, winkt ihm erbarmungslos das einsame Altenteil auf einer entlegenen Farm.

Historienepos zwischen Fiktion und Wahrheit

Die Geschichte beginnt jedoch mit einem Massaker. Hackberry Holland erledigt auf der Suche nach seinem Sohn im Norden Mexikos eine Gruppe aus den Fugen geratener Angehöriger der mexikanischen Revolutionsarmee. Die haben zuvor eine Patrouille schwarzer US-amerikanischer Soldaten aufgehängt. Das alles findet in der Nähe eines Bordells statt, das noch umständlich als »Laufhaus« bezeichnet wird und von einer ziemlich durchbetriebenen Frau geleitet wird.

Um Hackberry Holland an sich zu binden, scheut Beatrice DeMolay, die es auch unter anderen Namen gibt, nicht davor zurück, ihre Mitbewerberin Ruby Dansen böse aus dem Ring zu werfen. Sie verbrennt deren Antworten auf Hollands Brief mit dessen Antrag auf ein lebenslanges Miteinander. Hinzu kommt ein Österreicher, der an jeden Waffen liefert, der dafür zahlen mag. Jetzt hofft Arnold Beckman auf unerschöpfliche Macht, sollte er »seine« Reliquie wiederbekommen, den im Norden Mexikos verschwundenen Kelch, aus dem einst Jesus Christus getrunken haben soll.

»Vater und Sohn« lautet der Titel der Familiensaga – fehlt nur noch der Heilige Geist, und die Trinität wäre perfekt. Die findet dann eher in den Frauenbeziehungen statt, zwischen denen Hackberry Holland zerrieben zu werden droht. Generationenkonflikt, religiöser Wahn, Whiskey bedingte Exzesse – der verlebte Texas Ranger ist ein Haudegen alter Schule mit dem Finger locker am Abzug. Immerhin leidet er noch darunter, in einer unübersichtlichen Situation wehrlose Frauen und Kinder getötet zu haben.

»Du läufst durch die Welt, als würde jede einzelne Seite der Bibel auf deine Klamotten kleben. Ein Streichholz, und du gehst in Flammen auf«, wirft ihm einer seiner wenigen, noch gutmeinenden ehemaligen Kollegen vor. Hackberry Holland hat eben auch weiche Anteile. Er muss sich seinen Beziehungen stellen und auch eine Lösung für die Reliquie finden, um am Ende doch so etwas wie Klarheit und Frieden zu finden.

»Vater und Sohn« sind über 600 Seiten James Lee Burke. Der inzwischen 80-jährige Autor hat sich in seinem Roman viel vorgenommen. Manchmal war es zu viel: Familiensaga geht noch gut mit historischen Ereignissen zusammen. Aber den Heiligen Kelch ins Grenzgebiet von Mexiko und Texas zu verschiffen und Hackberry Holland zu einer Art US-amerikanischem Parzival zu machen, was seinen Schöpfer dann wieder in die Nähe von Wolfram von Eschenbach aus dem 12. Jahrhundert rückt – da wäre ein bisschen weniger Fiktion auch noch in Ordnung gewesen.


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