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Dan Simmons - Elm HavenDan Simmons
Elm Haven

KEN. »Elm Haven« hat alles, was der belletristische Horror braucht: Böses aus biblischen Zeiten, Familiensaga, Freundschaften aus Kindertagen, ein bisschen pubertäre Phantasien – also Sex – und genügend »Crime« im Umfeld ehemaliger Schläger, die jetzt ihren Dienst bei der Polizei schieben.

 

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Stephen King sagt, »Elm Haven« von Dan Simmons sei eines der wenigen Bücher, die man gelesen haben muss. Ich hätte es schlimmer gefunden, wenn jemand Stephen King (* 1947) nicht gekannt hätte. Dan Simmons wurde 1948 geboren und hätte Kings jüngerer Bruder gewesen sein können, altersmäßig und seine Phantasie betreffend.

»Für Horrorautoren eine Pflichtlektüre.« - Stephen King

Sommerferien 1960: Mike, Duane, Dale, Harlen und Kevin freuen sich auf die Zeit ohne Schule, dafür mit großartigen Erlebnissen als »Fahrradpatrouille«. Die Umgebung rund um Elm Haven birgt den Überlieferungen nach Schätze aus der Zeit der Prohibition: Höhlen voller geheimer Bars, unschätzbare Mengen an zwangsweise gereiftem Whiskey, Oldtimerautos und alles, was an Waffen das jugendliche Mafiosi-Herz begehrt.

Doch die Teenager, die sich gerade selbst entdecken, werden von Null auf Hundert mit Mächten konfrontiert, die sich selbst auf die Zeit der Ägypter zurückführen würden. Es wird richtig gruselig. Die jugendliche Bande hat schon bald mit erdwühlenden Neunaugen, raffinierten Zombies und Wesen in Menschengestalt zu tun, denen sie besser nicht trauen sollten. Anderseits sind gerade die der Schlüssel zum Geheimnis des über 1000 Seiten starken Literaturziegels, mit dem uns Dan Simmons fesselt.

Zum Ende der Ferien ist die Zahl der Freunde geringer – zum Preis dafür, dass ein Teil des Horrors entkräftet wird. Aber das Ereignis wirkt nach. Viele Jahre später folgt Dale Stewart, inzwischen Professor an einer namhaften Universität, ansonsten ein mittelmäßiger Autor, den Spuren der Ereignisse an der Old Central School von Elm Haven.

Während Dale im Haus seines regelrecht vernichteten Freundes Duane seiner Schreibblockade für (offiziell) einen neuen Roman auf den Grund geht und (ebenso offiziell) brav seine Psychopharmaka gegen Schlaflosigkeit und Depressionen einnimmt, holt ihn die Vergangenheit mit all ihren Monstern ein.

Irgendwann wird es einen Showdown geben, von dem keiner weiß, ob die Gegenwärtigen oder der undurchschaubare Mythos gesiegt haben wird.

Es wäre viel zu schade, das Ergebnis vorweg zu nehmen. Und ich gebe zu, dass das Meisterwerk Dan Simmons auch viele Längen enthält, die Stephen King als Autor besser überbrückt hätte. Andererseits bewürworte ich Stephen Kings Ritterschlag für »Elm Haven«. Hätte er selbst die Geschichte seines Zeitgenossen geschrieben, wäre sie kaum anders verlaufen.

Niemand aus einem Seminar für Horrorautoren sollte um »Elm Haven« herumkommen. Es enthält alle Grundlagen für das, was nach Stephen King den nächsten »King« ausmachen könnte. - »Elm Haven« ist auch für mich eines der Bücher, die man als Horrorautor einfach gelesen haben sollte.

2019 Simmons, Dan – Elm Haven



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