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Wolfgang Haberl - Zimmys JukeboxWolfgang Haberl
Zimmys Jukebox

KEN. Ist über Bob Dylan nicht schon alles gesagt worden? Eigentlich ja. Zumindest auf Englisch und so sehr, dass Sony Music schon 2007 mit einer Art Abgesang auf den Künstler begann und ein Deluxe-Box-Set mit drei CDs veröffentlichte. Man weiß ja nie. Der Titel: »Dylan«, wie ein Markenzeichen. Und obwohl Bob Dylan das seit über 50 Jahren ist, gibt es kaum deutschsprachige Literatur über ihn.

 
 

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Genau diese Lücke möchte Wolfgang Haberl mit »Zimmys Jukebox« ein wenig schließen und hängt sich dabei an die CDs in der »Dylan«-Box. Auch wenn die nur knapp ein Fünftel des Gesamtwerks des amerikanischen Barden ausmacht, enthält sie doch einen guten Querschnitt aus seinem Schaffen.

Bob Dylan - Ausnahmekünstler mit genialen Liedern

Warum jedoch gibt es nur wenig Literatur auf Deutsch über Bob Dylan? Ich vermute nach Wolfgang Haberl, dass sich Dylans Lyrik kaum übersetzen lässt. Zuviel Slang, unendlich viel Material, das sich nährt aus Andeutungen von Beziehungsthemen, polititischem Engagement, Gesellschaftskritik, Spaß an der Musik oder manchmal vielleicht einfach daraus, dass Bob Dylan als weltweit einflussreicher Künstler jeden vernuschelten Text vergoldet hat und seine Pfründe heftigst verteidigt.

Ich hätte mir den jeweils kompletten Dylan-Text zu den Liedern mit den deutschen Übersetzung daneben als Orientierung für eine ganz persönliche Deutung gewünscht. Das gab es schon woanders, und es gab auch Autoren, die aus lizenzrechtlichen Gründen zu einer Nachübersetzung verdonnert wurden. Weil Dylan darauf bestand und Dylan es sich leisten kann, das wollen zu können. Auch der Koran gilt eigentlich als nicht übersetzbar und ist nur im Original heilig.

So gesehen hat Wolfgang Haberl mit »Zimmys Jukebox« das etwa Bestmögliche gemacht, die englischen Verse zitiert und manchmal ein schüchternes Übersetzungsangebot dazu versucht. Er kennt die Tücken seines Objekts seit seiner Magisterarbeit über den frühen Bob Dylan.

Was also bringt uns Wolfgang Haberls Deutung der »Dylan«-Box-Lieder? Zum einen ist es eine handliche Hilfe, um über Bob Dylan ins Gespräch zu kommen. Zum anderen hilft sie, an die alten Zeiten von Flower und Power anzudocken. Die Deutungen, Ergänzungen und Einbettungen ins Zeitgeschehen rund um die Entstehung der Lieder hat etwas von einem ausgeschlachteten Zettelkasten, der über viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte so sehr angeschwollen ist, wie die 26 Gigabyte Studioalben von und mit Bob Dylan auf der Festplatte Wolfgang Haberls.

Ich habe in den Texten in »Zimmys Jukebox« kein wirkliches System bemerkt. Vielleicht ist das typnisch für Dylan oder aber typisch für Wolfgang Haberl in diesem Band. Er nähert sich den Liedern wie zufällig aus unterschiedlichen Perspektiven. Mal nimmt er dabei die Bibel zu Hilfe, mal andere Formen von Spiritualität und Soziologie, mal die Biografie Dylans oder eben historische Ereignisse. Und Haberl deutet nicht Zeile für Zeile, sondern mal diese, mal jene Zeile, und das wirkt willkürlich ausgewählt wie die »entscheidenden« Szenen nach dem Fußballspiel am Stammtisch.

Hätte es anders gehen können? Wahrscheinlich nicht, jedenfalls nicht in einem Band. Dabei sind schon die 51 Hits nur ein Zusammenschnitt von über 350 lyrischen Texten Bob Dylans wie »Blowing in the Wind«, »Just Like a Woman« und »Knockin' On Heaven's Door«, die sogar Nicht-Fans als Klassiker anerkennen.

Wie bei den meisten Konzerten, gibt es auch in »Zimmys Jukebox« eine Zugabe zu den Hits des Deluxe-Box-Sets mit weiteren Texten und kommentierten Literaturhinweisen. Spätestens nach dem Buch wollte ich Bob Dylan jedoch einfach wieder nur hören. Wolfgang Haberl und »Zimmys Jukebox« helfen, ab und zu nachzuschlagen, was uns der Künstler mit seinen Texten tatsächlich oder vielleicht auch noch sagen wollte.


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