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Denis Mourlane – ResilienzDenis Mourlane
Resilienz

KEN. Das Problem beginnt beim Titel: »Resilienz« geht nicht auf Deutsch. Früher hätte man diese Eigenschaft Stehaufmännchen zugesprochen, die nach einem Stupser jederzeit wieder in die Senkrechte kommen. Aber das trifft es nur fast, andererseits ...

 
 

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Andererseits ist genau das die zentrale Aussage Denis Mourlanes, der aus dem Umgang wirklich Erfolgreicher mit Rückschlägen und Niederlagen die Resilienz als Fähigkeit herausschält. Mourlane vermittelt das Relienztraining nach Martin Seligman, Andrew Shatté, Karen Reivich und Dean M. Becker in seinem Buch in einer klaren Sprache und kommt dabei durchaus als jemand herüber, der selbst ein gehöriges Maß an Resilienz besitzt.

Erfolgreiche Menschen und die scheinbare Leichtigkeit

Erfolg drückt sich für Hochresiliente nicht nur in Euro und Dollar aus, sondern ist ein Hinweis auf überzeugtes Handeln selbst unter schwierigen Bedingungen. Dann eben, wenn der (äußere) Erfolg auf sich warten lässt. Mourlane bettet seinen Ansatz in das Modell der fünf Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe ein, eine der vielen Weiterentwicklungen nach Abraham Maslow.

Nach Grawe und Mourlane haben wir

  • Ein Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung
  • Das Bindungsbedürfnis
  • Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz
  • Das Bedürbnis nach Orientierung & Kontrolle
  • Das Bedürfnis nach Konsistenz (Verbindlichkeit und Dauer)

Geraten diese Bedürfnisse aus dem Gleichgewicht, dann finden hochresiliente Menschen immer wieder neue Wege, sich in den irriterten Bereichen so zu (re-) organisieren, dass sie schnell wieder ins Lot kommen. Auch sie leiden,  wenn der Erfolg ausbleibt, sie rüde angegangen werden, ihnen die Sicherheit entzogen wird oder Beziehungen zerbrechen. Sie finden allerdings schnell heraus, wann sie eine Situation verändern können und wann es einfacher ist, sie hinzunehmen oder sie zu verlassen.

»Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen« ist vor allem ihre Art, mit Dingen umzugehen, die sich ihrem Einfluss - zunächst - entziehen. Dazu müssen sie entscheiden, welche Initiative noch Erfolg verspricht und wo sie dafür den Hebel ansetzen. Sie haben den Mut, Gedankenspiele zuzulassen und ihre Emotionen zu ergründen. Sie wissen, dass sie selbst aktiv werden müssen, statt die Gedanken lediglich kreisen zu lassen. Sie bleiben grundsätzlich optimistisch, dass alles irgendwie so gut wie eben möglich werden wird.

Auch Achtsamkeit spielt für resiliente Menschen eine Rolle, sie spüren in sich hinein, nehmen ihre Umgebung wahr, können sich auf andere einlassen und stehen dabei gleichzeitig zu ihren eigenen Bedürfnissen.

Denis Mourlane analysiert zum Schluss die Resilienz von Steve Jobs. Der maßgebliche Visionär von Apple kommt meiner Meinung nach nicht so gut dabei weg, und das ist richtig so. Zwar war Steve Jobs auf seine Weise hochresilient, bis ihm seine Gesundheit einen endgültigen Strich durch die Rechnung machte. Aber er war auch die Ursache dafür, dass viele seiner Mitarbeiter in ihrer eigenen Resilienz erheblich belastet waren.

Resilienz ist Achtsamkeit mit sich selbst, erst recht, wenn etwas einmal nicht so gut läuft. Resiliente Menschen wissen, dass sie der Erfolg ausbleiben kann und sie stürzen können. Sie sind aber schon dann wieder erfolgreich, wenn sie sich aufrichten und ihren Weg weitergehen.

Ein tröstlicher Ansatz. Ob es etwas über uns Deutsche aussagt, dass sich der Begriff nicht übersetzen lässt?


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