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Jürgen Wolff - Perfides SpielJürgen Wolff
Perfides Spiel

KEN. Walter Rosendorf recherchiert in Afghanistan für einen neuen Roman. Als wenn es dafür keine friedlicheren Ecken auf dem Planeten gäbe! Aber für einen weiteren Bestseller braucht es einen heftigeren Kick. Statt auf den erhofften Mohnfeldern und in den Opiumküchen landet er einem verbrecherischen Sumpf, der ihn – zurück in Deutschland – noch lange beschäftigen wird.

 
 

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Jürgen Wolff beginnt »Perfides Spiel« im Stil Tom Clancys, nur ohne dessen Vernarrtheit in Kriegsgerät, das man fanatisierten Gotteskriegern nicht in die Hände wünscht. Die haben mal wieder vor, deutsche Atomkraftwerke in die Luft zu jagen, flüstert Walter Rosendorf in Kabul ein Informant aus dem Umfeld der Friedenstruppen zu. Eines der letzten Geheimnisse, die der deutsche Offizier ausplaudert. Wenig später ist er tot, so etwa wie der einheimische Fahrer Rosendorfs, nur dass der vorher höchst professionell gefoltert wurde.

Nichts liegt ferner als das Naheliegende

Rosendorf ist seitdem ein gefährlicher Mitwisser, nach Fahrer und Bundeswehrangehörigem der Dritte im Bund. Er besitzt haufenweise brisantes Material aus seinen Recherchen, wobei niemand weiß, was er darüber hinaus sonst noch weiß. Zudem ist er wegen seiner früheren Bestseller dem deutschen Verfassungsschutz als fundierter Kenner der islamischen Welt bekannt und schon deshalb grundsätzlich verdächtig. Dann wird Rosendorfs Haushälterin ermordet, und die Geschichte läuft aus dem Ruder. Übrigens nicht nur Rosendorf, sondern auch Jürgen Wolff, wie ich finde.

Die Naivität, mit der Rosendorf in Afghanistan recherchiert – nur für seinen nächsten schriftstellerischen Kick –, ging mir schon bald auf die Nerven. Den erfolgreichen Autor müsste laut »Perfides Spiel« im Prinzip jeder kennen, das erwartet nicht nur Rosendorf. Als er wegen des Mordes an seiner Haushälterin bundesweit gesucht wird, berichten alle Medien über ihn, und die Polizeistationen werden mit seinem Konterfei plakatiert. Trotzdem kann er untertauchen und mit Unterstützung seines besten Freundes die Flucht in dessen Flugzeug vorbereiten. Das klingt dann fast schon wieder nach Tom Clancy – und ist doch sehr weit davon entfernt.

Das Attentat auf die deutschen Kernkraftwerke spielt viel zu bald keine Rolle mehr. Es ist Teil einer großartigen Inszenierung extrem Krimineller, die am Ende vergleichsweise geringe Werte für sich beanspruchen, Immobilien zum Beispiel. Für Geld kann man sich eben alles kaufen, damit noch mehr Geld dabei herauskommt.

Jürgen Wolff geht in seinem Roman von einer gewieften Kampagne aus, in der afghanische Krieger und ein erfolgreicher Schriftsteller nur die kleineren Rädchen im Getriebe sind. Sie werden benutzt, um Angst und Schrecken zu verbreiten – mit einem ganz anderen Ziel hinter dem Offensichtlichen. Und nichts liegt dabei ferner als gerade das Naheliegende. Das macht den Roman insgesamt dann wieder spannend: als »Perfides Spiel« eben.


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