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Wulf Dorn – PhobiaWulf Dorn
Phobia

KEN. Wulf Dorn kennt sich tatsächlich gut mit Ängsten aus. Dafür hat er lange genug in der Psychiatrie gearbeitet. In »Phobia« lässt er uns an klassischen Formen dieses Gefühls teilnehmen, wie sie Klinikern und Pflegern immer wieder begegnen dürften. Und er bettet sie in einen weiteren seiner Thriller ein, für die der Ulmer Autor inzwischen sogar in Südamerika bekannt ist.

 
 

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Sarah Bridgewater lebt in London mir ihrem Mann Stephen und ihrem Sohn Harvey. Als ihre Versagensängste unerträglich für sie zu werden drohen, verlässt die Lektorin ihren Verlag und arbeitet freiberuflich von zuhause aus. Doch der Rückzug ist nicht die Lösung ihrer Probleme. Auch in ihrer Ehe kriselt es deswegen. Wie sehr, das merkt sie erst, als ein Unbekannter sich ihrem Haus nähert und die scheinbar intakte Familie ins Chaos stürzt.

Die Angst hat ein Zuhause

Der Unbekannte dringt nicht nur in ihr Haus ein, sondern gibt sich als Stephen aus. Er weiß zudem alle persönlichen Details der Bridgewaters und scheint auch etwas mit dem Besorgnis erregenden Verschwinden Stephens zu tun zu haben.

Zufällig nähert sich just in diesen Tagen auch der Angsttherapeut Mark Behrendt, ein Freund Sarahs aus Jugendtagen, wieder der Familie in London. Auch er wird von den Gespenstern seiner Vergangenheit verfolgt, seit seine Freundin Tanja bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam. Er wird nicht der einzige bleiben, dessen Leben durch solch ein Ereignis aus der Bahn geworfen wird. Und nur wenige werden so souverän damit umgehen, wie Marks ehemalige Professoren, die sich als Halbbrüder ausgaben, um ihre homosexuelle Beziehung an der Londoner Eliteuniversität leben zu können – bis der Freitod sie dann geschieden hat.

Stephen muss inzwischen um sein Leben fürchten. Er wird dabei mit den Folgen eines Seitensprungs konfrontiert wird wie einst die Protagonisten in Stanley Kubricks »Clockwork Orange«. Gleichzeitig setzt der unheimliche Psychiatriepatient John alles daran, seine persönliche (Johns) Identität auszulöschen. Nur er scheint Sarah noch wirklich helfen zu können, ihr eigenes Leben und das ihrer Familie wieder auf die Reihe zu bekommen. Dabei ist John fast jedes Mittel recht.

Wulf Dorn hat schreibt dieses Buch nach Angaben des Verlags auch aus den Erfahrungen eines Betroffenen heraus. Ängste sind Gefühle, die unser Überleben sichern sollen, manchmal aber so sehr überhand nehmen, dass sie einen normalen Alltag verhindern. In »Phobia« stellen sich die Beteiligten ihren Dämonen auf unterschiedliche Weise. Nicht immer ist das besonders elegant, sondern manchmal auf eine weitere Art zum Fürchten.

Wer selbst mit ungeklärten Angstthemen unterwegs ist, wird vermutlich ohnehin nur einen vorsichtigen Zugang zu Thrillern wie »Phobia« wählen. Dabei beschreibt Wulf Dorn seine Helden eben so, wie sie tatsächlich vorkommen, von den kindlichen Ängsten eines Harvey bis hin zu den Ängsten Todkranker am Ende des Lebens. Irgendwo dazwischen sind diejenigen Ängste angesiedelt, deren Träger vor allem mit Schuld belasteten Themen ausweichen.

Dazu sagt der ehemalige Professor Marks: »Unsere Zeit ist begrenzt … und es wäre eine Verschwendung, wenn wir sie mit Angst verbrächten.« Kein schlechter Ansatz, wenn das die Botschaft von »Phobia« sein sollte. Während Schuld als Gefühl aus der Vergangenheit zu uns dringt, überholt sie manchmal die Gegenwart und droht, sich in der Zukunft zu wiederholen. Dann wird die Angst vor der Wiederkehr des Gleichen das eigentliche Thema.

Nicht immer ist die Lösung so schrecklich wie im Hause Bridgewater. Auch wagt nicht jeder, dabei um Hilfe zu bitten. Und noch seltener kommt es wohl vor, dass jemand die letzten Tage seines eigenen Lebens dafür nutzt, die Lasten anderer an sich zu ziehen und mit ins eigene Grab zu nehmen. »Niemand muss es je erfahren«, ist der letzte Satz, den der geheimnisvolle John der Familie Bridgewater hinterlässt.


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