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Timothy Ferriss - Der 4-Stunden- (Küchen-) ChefTimothy Ferriss
Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef

KEN. Als Timothy Ferriss seinerzeit »Die 4-Stunden-Woche« veröffentlichte, war ich begeistert wegen seines Zeitmanagements. Anderseits: Was macht jemand mit der so gewonnenen freien Zeit? Timothy Ferriss empfahl zwischendurch, sich um den Körper zu kümmern, jetzt bietet er Lernen in Rekordzeit an - plus Kochen.

 
 

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Timothy Ferriss wird in den USA als einer der 100 innovativsten Köpfe gefeiert. Er widmet sich den entscheidenden Problemen von heute: Zeit, Gesundheit und Lernen. Vielleicht ist »Der einfache Weg, zu kochen, wie ein Profi, zu lernen, was immer Sie möchten, und das gute Leben zu leben« sein bisher wichtigster Beitrag.

Kochen als Modell für Leistung mit Genuss

Timothy Ferriss steht auch in seinem Koch- und Lernbuch für Schnelllebigkeit und das berühmte »man lebt nur einmal«, das Leistung als natürlichen Gegner von Tradition jederzeit vom ersten Platz auf dem Treppchen verdrängt. So wurde er in kürzester Zeit Spitze im Sumo-Ringen und Kickboxen. Wenn es auf Sekunden ankommt, belüftet er schon mal Spitzenweine mit dem Stabmixer, statt ihn stundenlang atmen zu lassen.

Das Prinzip hinter dem Erfolg von Timothy Ferriss ist ziemlich einfach: Finde heraus, was jemand exzellent macht, wie der stromlinienförmige Michael Phelps als einer der 0,5 weltbesten Schwimmer überhaupt. Dann finde heraus, was ein mopsiger Japaner namens Shinji Takeuchi gegen jedes bessere Wissen um bestehende Trainingskonzepte anders macht, um unter die 5 Prozent zu gelangen, die fast so gut sind wie der vielfache Olympiasieger. Tue also im Zweifelsfall genau das Gegenteil dessen, was alle anderen als eigentlichen Grund für eine Spitzenleistung annehmen.

Der »Erfolg« gibt Timothy Ferriss irgendwie Recht. Er analysiert Schwachstellen in Systemen und bricht mit allen Regeln, um in jeder Disziplin ganz vorne mit zu spielen. Er ist innovativ, weil er in Frage stellt, was jeder für entscheidend hält.

Sein »Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef« bricht sogar die Regeln eines traditionellen Kochbuchs. Timothy Ferriss hat guten Grund dazu: Seine Landsfrauen und -männer aus den USA sind so unglaublich fett, dass klassische Kochbücher sie ebenso wenig erreichen wie ihre Urgroßmütter, die noch ein gesundes Mahl auf die Tischplatte zaubern konnten. Und Deutschland mit seinen lebens-, und manchmal sogar karrierehungrigen Mitmenschen der Generation neue Medien ist nicht weit davon entfernt. Nichts kann schnell genug gehen, und am Herd – den fast jeder noch immer hat – schon mal gar nicht. Hier ist Timothy Ferriss grundamerikanisch und stets auf der weltweiten Suche nach hervorragenden Leistungen, die Zeit sparen helfen und gleichzeitig den Genuss maximieren sollen.

Aber zumindest für die USA und seine Nachahmer, die im Rest der Welt ihr Übergewicht ebenfalls nicht mehr ausstehen können, ist Timothy Ferriss ein Held. Er beschreibt einfache Rezepte, die wir mit einem Notfall-Kit auch im Hotelzimmer nachkochen könnten. Er bietet Hinweise für das notwendige Minimum an Küchenutensilien für jeden Anlass vom 5-Sterne-Hotel über das Campen im Wald bis hin zur ersten Mahlzeit nach dem Absturz, bei dem wir uns auf der Bank im Park wiederfinden. Ferriss erklärt auch dem Touch-Screener von heute, wie man Daumen und Finger nutzt, um sich beim Gemüseschneiden nicht die Hand abzuhacken.

»Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef« ist ein buntes Buch zum Schmökern, Hin- und Herblättern. Die Generation Y bleibt mit ihrer vermutet kurzen Aufmerksamkeitsschwelle eben nicht gerne auf einer Stelle. Sie würde neben zwei dringenden Facebook-Einträgen eine Mayonnaise über das Gut auf dem Grill gießen und danach 112 wählen.

Das entscheidende Beiwerk neben Taubenfangen auf der Parkbank, ungewöhnlichen Proteinen à la »Rock 'n' Aal« ist die Lernstrategie von Timothy Ferriss als Schlüssel zu seinem »Learning-to-Go«:

ZARR steht im »Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef« für:

  • »Zerlegung: Wie lauten die kleinsten erlernbaren Einheiten, die LEGO-Steine, mit denen ich beginnen sollte?
  • Auswahl: Auf welche 20 Prozent dieser Bausteine muss ich mich konzentrieren, um 80 Prozent des erwünschten Ergebnisses zu erzielen?
  • Reihenfolge: In welcher Reihenfolge muss ich mir die Bausteine aneignen?
  • Risiko: Wie erhöhe ich das mit einem Abbruch verbundene Risiko so, dass sichergestellt ist, dass ich bis zum Ende durchhalte?«

Und es gibt im »Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef« einen ergänzenden Plan: KafFEe.

  • »Kompression: Kann ich die wichtigsten 20 Prozent zu einem leicht verständlichen Einseitendokument zusammenfassen?
  • Frequenz: Wie häufig sollte ich üben? Kann ich das pauken, und wie sollte mein Zeitplan aussehen? Mit welchen Schmerzen muss ich rechnen? Wie sieht die minimale effektive Dosis aus?
  • Eselsbrücken: Wie kann ich neues Material zwecks rascher Abrufbarkeit in dem verankern, was ich schon weiß?«

Tatsächlich ist das eine gute Lernstrategie, und der Erfolg bestätigt Timothy Ferriss: Das beschleunigte Lernen muss nicht zufällig bleiben. Sprachen können - wie vieles andere - mit der richtigen Methode durchaus in Monaten statt in Jahren gelernt werden. Das gilt auch für das Kochen, denn Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Timothy Ferriss zeigt, dass wir bei jeder Mahlzeit, die wir selbst zubereiten, unsere Lernstrategien für jeden weiteren Lebensbereich optimieren können.

Ob wir das für Dreipunktewürfe im Basketball nutzen, um ein Huhn zu schlachten oder Chinesisch zu lernen, ist dabei ziemlich schnuppe. ZARR und KafFEe sind die Abkürzung zu Fähigkeiten, die wir uns schon immer wünschten, aber nie zu erwerben wagten. Schlechter oder gar nicht ging ja immer, war aber vermutlich alles andere als reizvoll.

Kochen ist ein Modell für Leistung mit Genuss. ZARR und KafFEe sind Elemente einer Lernstrategie, die es wert ist, ausprobiert zu werden. – Ich weigere mich trotzdem, mein Essen in einem Plastikbeutel zu garen, weil ich zu faul sein könnte, hinterher die Kasserolle zu schrubben.



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