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Anke Domscheit-Berg - Ein bisschen gleich ist nicht genugAnke Domscheit-Berg
Ein bisschen gleich ist nicht genug

KEN. »Pointiert, kämpferisch, konstruktiv!«, so heißt es auf der Rückseite des Buchs, rechnet Anke Domscheit-Berg (* 1968) mit einem »modernen Märchen« ab. Wir sind danach noch weit von der Geschlechtergerechtigkeit von Frauen und Männern entfernt.

 
 

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»Ein bisschen gleich ist nicht genug« ist eine notwendige Standortbestimmung, vor allem für diejenigen Frauen und Männer, die bereits gemeinsam und ganz im Sinn der Autorin das Thema Geschlechtergerechtigkeit in ihr Leben gelassen haben. Ob der »Weckruf« sonst noch jemanden erreicht, die geschlechterübergreifend solidarisch ein anderes Miteinander anstreben, können wir nur hoffen. Was genau lässt sich aus den Statistiken herauslesen, die Frauen niedrigere Gehälter und weniger Führungspositionen in der Bildung, Wirtschaft und in der Politik bestätigen?

Warum wir von der Geschlechtergerechtigleit noch weit entfernt sind

Anke Domscheit-Berg fasst die Ursachen der mangelnden Geschlechtergerechtigkeit so zusammen: In Deutschland wie auch im Rest der Welt ist Sexismus der Alltag. Noch immer leben Frauen – und Männer – traditionelle Rollen, die der »Gleichheit vor dem Gesetz« widersprechen. Die Grundlagen für die Geschlechterstereotypie werden nach wie vor bereits in der frühen Kindheit gelegt, wo den Kindern schon über die Spielzeugwerbung ein bestimmtes geschlechtsspezifisches Verhalten zugschrieben wird. Auf dem Modellbaukasten werden sich eher Jungs abgebildet finden; im Sportverein turnen am Stufenbarren ausschließlich Mädchen.

Medien und Bildungseinrichtungen tragen weiter dazu bei, dass die Geschlechterstereotype erhalten bleiben. Das betrifft Frauen und Männer, auch wenn letztere dafür häufiger Chef sind und höhere Gehälter kassieren. Anke Domscheit-Berg erinnert daran, dass wir von der Geschlechtergerechtigkeit grundsätzlich noch weit entfernt sind. Sie plädiert dafür, dass Frauen und Männer beide ihre charakterliche Vielfalt und damit ihre Entwicklungsmöglichkeiten ausleben können sollen – unabhängig von der traditionellen Rollenzuschreibung. Erst dann können wir wirklich von der Gleichberechtigung der Geschlechter sprechen.

Anke Domscheit-Berg bestätigt mit ihrer akribischen Analyse, wie stark geschlechterspezifische Stereotype noch immer in der Gesellschaft und in unserem Bewusstsein verankert sind. Dieser Teil der Standortbestimmung nimmt den größten Teil des Buchs ein. Ich war nicht glücklich damit, weil meine Frau und ich beide mit den Stereotypen aufgewachsen sind, die Anke Domscheit-Berg beklagt. Wir haben uns diesen Klischees jedoch nicht verpflichtet gefühlt. Wir sind heute eher irritiert, wenn in Talkshows Männer gefeiert werden, die stolz über ihre mehrmonatige Erziehungspause sprechen.

Den Preis für unser eigenes »alternatives Lebensmodell« stottern wir seit über 25 Jahren kontinuierlich ab. Ich weiß, dass es die Solidarität zwischen den Geschlechtern gibt und halte die friedliche Revolution für möglich. Sie wird, bezogen auf die Gesellschaft insgesamt, Generationen dauern. Bis dahin kann jede/jeder Einzelne dazu beitragen, dass es in seinem eigenen Leben mehr Geschlechtergerechtigkeit gibt.

Der Zwischenstand »Ein bisschen gleich ist nicht genug« von Anke Domscheit-Berg ist hier eine Orientierungshilfe. Ich finde jedoch in diesem Zusammenhang auch Christine Bauer-Jelinek (»Der falsche Feind«) und Rainer Stadler (»Vater Mutter Staat«) empfehlenswert. Christine Bauer-Jelinek verteilt die Verantwortung für die Geschlechtergerechtigkeit deutlicher auf die Männer und die Frauen. Und Rainer Stadler warnt davor, dass die Politik Eltern zugunsten der freien und gleichberechtigten Verwirklichung im Beruf entlastet, aber die Familie dabei als Institution auf der Strecke bleibt.



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