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Buchempfehlungen der Redaktion Globalscout


Martin Riedel und Heather Donaldson - Pink Elephant CookingMartin Riedel und Heather Donaldson
Pink Elephant Cooking

KEN. Unsere Kinder fanden das farbige Allerlei am Süßigkeitenstand des Jahrmarkts toll. Sie dachten an Lebensfreude und Spaß, für den Zahnarzt waren sie noch zu jung. Bei Martin Riedel und Heather Donaldson wären sie und wir, die Eltern, auf der sicheren Seite gewesen. »Pink Elephant Cooking« ist bonbonbunt, kommt aber komplett ohne raffinierten Zucker aus.

 
 

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Es war das viele Bunt und Rosa, das mich bei den »Kreativlingen«, wie sich die Autoren selbst nennen, irritierte. Sie sind in »Pink Elephant Cooking« eben nicht nur pink, sondern auch »punk«. Mit dieser persönlichen Note haben sie bereits eine stabile Fangemeinde über die Teilnehmenden ihrer Yoga-Kurse hinaus. Ihre Rezepte sind so anregend, dass es schade ist, dass wir sie auch gleich wieder vergessen können.

Vegane Rezepte und Yogi-Weisheiten

Martin Riedel und Heather Donaldson sind keine ausgebildeten Köche und werden daher von keinerlei Standards und Regeln gebremst. Sie legen einfach los mit dem, was da ist: vegan, zucker- und sojafrei, mit viel Rohkost und hochnahrhaften Zutaten, den »Superfoods«. Das alles geschieht »freestyle« und liest sich auch so.

»Ein paar Zutaten, eine gute Auswahl an Gewürzen, ein scharfes Messer – and we are ready to rock ‘n‘ roll. Selten wissen wir im Vorfeld, was genau wir kochen, und falls wir es vorher wissen, wird es höchstwahrscheinlich abgeändert, oder wir kochen doch was ganz anderes. Wir lieben es, spontan zu sein und aus dem Bauch heraus für Bauch und Herz zu kochen.«

Ein Kochbuch also voller Zufälle, nur eben auf der aktuellen Welle von Vegan?

»Pink Elephant Cooking« wirkt wie ein riesiger Salat »mit allem«. Martin Riedel, der kindgerecht auch auf »Flippo« hört so wie Heather Donaldson auf »Daisy«, kocht niemals das gleiche, sondern jederzeit all das zusammen, was irgendwie gerade da ist. Das heißt dann eben »Pinki Style« wie eine Momentaufnahme aus dem Küchenalltag, hier kunstvoll fotografiert von Mike Meyer.

Englische Grundkenntnisse schaden nicht, denn der Frischkornbrei könnte sonst zu »raw« geraten, das Frühstück ist ein »Morning-Input«. Wer schlecht auf die passenden Drehzahlen kommt, kann es mit Misosuppe versuchen: »Eine Misosuppe am Morgen can be so Rock ‘n‘ Roll.« – Das hatten wir gerade schon unter Freestyle. Und es bleibt nicht dabei.

Das »Cooking« wurde übrigens »elephant«, weil »Ganesha«, die indische Gottheit in Elefantengestalt, bereits an ein anderes Ressort vergeben ist. »Pink« war der Ausweg aus dem traditionellen Schwarz, das für Martin Riedel und Heather Donaldson schon mal gar nicht mit Lebensfreude zusammenpasst.

Dafür gehen sie recht mutig mit Rubriken wie »Pinki Experience« oder »Pinki-Tipp«, »Story in Pink« oder »Pinkipedia« ins Rennen, als wären nebenan die »Teletubbies« ausgebrochen. So wird aus »Pink Elephant Cooking« ein lebensfrohes Kochbuch ohne Altersbeschränkung. Zumindest nach unten. In die Rubriken pflegen Martin Riedel und Heather Donaldson Anekdoten und manchmal sogar lehrreiche Reiseerinnerungen ein, die versprochenen »Yogi-Weisheiten«.

Insgesamt finde ich das Buch mutig schrill, nahezu regellos und im veganen Trend der Zeit. Wir dürfen in den psychedelischen Collagen zu den Rezepten mitschwelgen und über sie meditieren, gerade wenn der Sinn vergisst, sich uns aufzudrängen. Vielleicht gibt es ihn ja gar nicht. Und vielleicht ist sogar das beabsichtigt, denn am Ende ist alles Nichts, außer der Moment, und der war ja gerade schon. Aber selbst wenn Martin Riedel und Heather Donaldson ohnehin schon längst etwas anderes kochen, dürfen wir uns mit Freude an ihre Rezepte herantrauen.

Gelernt habe ich vor allem, das ich mit meinem eigenen Stil in der Küche weitermachen kann wie bisher. Meine interne Kochbuch-Datei besteht vor allem aus Geschmackserinnerungen, Atmosphären und Bildern. So geht wenig schief, denn meistens fehlt mir ohnehin eine der Zutaten, die in den Originalrezepten gefordert werden. Und unser Bioladen hat dann schon zu.

»Pink Elephant Cooking« ist eine Einladung, beim Kochen niemals aufzugeben. Im Zweifelsfall bekommt der Kochunfall das Etikett »Nach Art des …« oder ewas Englisches mit noch exotischeren Ergänzungen im Namen. Martin Riedel und Heather Donaldson bringen mit Vegan, Rohkost, Mixer-Gemixtem auch in bestehende Kochtradition eine gehörige Prise Abwechslung.

Sehr gut finde ich, dass ihre Gerichte meistens von der schnelleren Art sind. Es gibt nach »Pink Elephant Cooking« also keine Ausrede mehr, sich noch länger vor dem Küchendienst zu drücken.

 

Ein Interview mit Martin Riedel und Heather Donaldson
auf buecher-blog.net finden Sie hier.



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