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Buchempfehlungen der Redaktion Globalscout


Stefanie Demann - Selbstcoaching für Führungskräfte Stefanie Demann
Selbstcoaching für Führungskräfte

KEN. Stefanie Demann ist Business-Coach, Kommunikations- und Vortragsrednerin. Sie ist bereits Autorin von zwei anderen Selbstcoaching-Büchern für Führungskräfte. Dass sich das Thema hält, damit hatte ursprünglich kaum jemand gerechnet, selbst die Autorin, Mutter von drei Kindern, Selbstständige und Unternehmerfrau nicht.

 
 

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Stefanie Demann nennt die besseren Führungskräfte »Selbstcoacher«. Nach dem Abspann zum Buch führen gute Führungskräfte einfach so, wie sie selbst geführt werden wollen. Das fasst es ganz gut zusammen. Sie sind damit die besten Vorbilder für ihre Mitarbeiter, überzeugen durch Lernbereitschaft, Offenheit und Transparenz, überlassen ihren Mitarbeitern Verantwortung, erlauben Fehler als inspirierende Quelle für mögliche Innovationen. Und sie steigern die Produktivität, indem sie Leistungsbereitschaft »nicht verordnen, sondern freisetzen«.

Mit Selbstcoaching Führungspersönlichkeit werden

Das ist in Ordnung so. Mit den Rezepten für den Weg zur idealen Führungspersönlichkeit tue ich mich dagegen schwer. Ich stelle mir meine Klienten aus den Führungsetagen vor, die sich neben ihrer normalen Tätigkeit aus dem Demann-Buch die entscheidenden Methoden herausfiltern sollen. Lediglich die Grundtechnik ist dabei deutlich: Finde heraus, was du dir wünschst, setze es auf einer Skala von eins bis zehn bei totaler Erfüllung auf zehn, markiere deinen aktuellen Standpunkt und entscheide, wie du die Differenz ausgleichen kannst.

Erst auf den letzten 30 von knapp 210 Seiten wird Stefanie Demann meiner Meinung nach wirklich praktisch. Es gibt eben unterschiedliche Kommunikationsstile für Führungskräfte – von duldsam und kooperativ bis klar direktiv. Und es macht einen ziemlichen Unterschied, ob jemand problem- oder lösungsorientiert führt und bei Letzterem seine Mitarbeiter einbindet.

Ansonsten finde ich in »Selbstcoaching für Führungskräfte« bestätigt, dass die meisten Führungskräfte zwar eine formale »Kompetenz« zum Beispiel aufgrund ihrer Studienabschlüsse haben, darüber hinaus aber überhaupt nicht wissen, wie sie Mitarbeiter führen sollen. Selbst im Umgang mit sich selbst müssen sie zur Selbstreflexion angeleitet werden – vielleicht mit Demanns Buch zum ersten Mal in ihrem Leben. Sie fangen bei null an und greifen damit herzlich gerne zu jedem Strohhalm, der die Frage nach dem Unterschied von »Standard oder Spitze?« für Führungskräfte zu beantworten scheint.

Stefanie Demanns dritter Titel zum Thema lässt mich besorgt zurück, als Coach-Kollegen ebenso wie als Konsument, der von den Folgen der mangelnden Führungskompetenz gegenwärtiger und zukünftiger Führungskräfte betroffen ist und weiterhin sein wird. Was, wenn inhaltlich nur fähig ist, wer auch die Arbeit in den Produktionsstätten und damit auch die besten Lösungen zu aktuellen Problemen kennt? Können die mittelfristigen Führungskräfte das? Und was, wenn unsere Führungskräfte sich bei ihren sozialen Kompetenzen vor allem auf ihre Erfahrungen in den sozialen Netzwerke berufen müssen?

Auch Stefanie Demann geht darauf ein, dass zukünftig Mitarbeiter vor allem dann gut sein werden, wenn man ihnen ihre elektronischen Spielzeuge und die Reihenfolge von erst die Unterhaltung und dann die beruflichen Verpflichtungen lässt. Das erfordert andere Lösungen als nur den einfachen Verweis auf das, was zu kommen droht.

»Selbstcoaching für Führungskräfte« versucht Antworten zu geben. Das führt dazu, dass Prioritäten setzen statt weiter multizutasken bereits ein guter Tipp ist. »Impostor-Syndrom« heißt auf diesem Niveau, dass eine Führungskraft vor allem weiß, dass sie eigentlich nichts weiß und jederzeit befürchten muss, dass ihre Umgebung das ebenfalls erkennen könnte. Die Maske könnte also fallen und die vermeintliche Führungskraft ziemlich nackt dastehen lassen.

Da wären Lernbereitschaft, Offenheit und Transparenz zumindest ein guter Einstieg. Hier könnte das Stefanie-Demann-Buch tatsächlich eine Starthilfe für eine Laufbahn als bessere Führungskraft sein. Zugunsten übrigens auch einer nachhaltigeren Produktivität.



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