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Markus Hornung - Der Abschied von der SachlichkeitMarkus Hornung
Der Abschied von der Sachlichkeit

KEN. »Emotionale Intelligenz« ist seit über 20 Jahren ein feststehender Begriff der Psychologie, Geistes- und Sozialwissenschaft. Mit »Der Abschied von der Sachlichkeit« plädiert Markus Hornung dafür, dass wir uns nicht nur im Sinne einer verklärenden Sozialromantik mit Emotionen beschäftigen, sondern sie endlich ernst nehmen sollten.

 
 

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Daniel Coleman (* 1946) machte die emotionale Intelligenz gesellschaftsfähig. Er ließ sich zu seinem Bestseller von Howard Gardner (* 1943) inspirieren, der zuvor über multiple Intelligenz forschte und das Konzept des einseitigen »Intelligenzquotienten« nach Alfred Binet (1857 - 1911) infrage stellte. Trotz dieser langen Geschichte sind die Emotionsforscher und Anwender emotionsorientierter Theorien noch immer irgendwie am Anfang.

Emotionen sind kein mentales Fastfood

Markus Hornung versucht zu Beginn seiner Ausführungen zu klären was für ihn Gefühle, Emotionen oder gar Stimmungen sind. Zumindest in seinem eigenen Buch schafft er damit eine Arbeitsbasis dafür, dass man seinen Ausführungen anschließend auch folgen kann. Für ihn sind diese Begriffe zunächst das gleiche. Bestenfalls sind Gefühle und Emotionen etwas Kurzfristiges im Umfang von Minuten und Stunden, während Stimmungen durchaus mehrere Tage lang anhalten können.

Er nennt dazu sogenannte Basisemotionen, denen er ein etwas milderes Energiepotenzial zuschreibt. Dazu gehören Ärger, Trauer, Freude, Zuneigung und Angst, unter die er dann wieder zahlreiche Nuancen fasst, die wir seiner Meinung nach im Alltag immer wieder erleben.

Wie bei jeder Emotions- und Wertearbeit sind solche Vorgaben abhängig von der Geschichte des jeweiligen Autoren. Immerhin hat Markus Hornung den Mut, Emotionen und Werte ziemlich nahe aneinander heranzuführen und sie auch methodisch in Hierarchien zu gewichten. Das gefällt mir deshalb, weil wir möglicherweise auch dann Emotionen haben, wenn wir noch nie davon hörten haben sollten, dass sie unseren Werten so nahe stehen.

Für so manchen Leser mag die Empfehlung, sich von der Sachlichkeit zu verabschieden, eine Herausforderung sein. Aber es geht in diesem Buch genau darum anzunehmen, dass wir eben nicht rein rationale Wesen sind, sondern vorrangig entsprechend unseren Emotionen kommunizieren und handeln. Wer das verstanden hat, kann beispielsweise ein sogenanntes »Wertebarometer« wie nach Markus Hornung nutzen, um sich beruflich, privat und in der Freizeit bei Entscheidungen und Problemen emotional zu »managen«.

Emotionen sind unser eigentlicher Anlass aktiv zu werden, Kontakt zu unseren Mitmenschen und Kunden aufzunehmen – oder genau das zu unterlassen. Sie steuern unsere Verhaltensweisen, unsere Fähigkeiten, haben Einfluss darauf, in welcher Umgebung wir uns wohlfühlen und wer am Ende unsere Freunde sind. Das gilt für den hochgradigen, eiskalten Manager ebenso wie für den sensiblen Mitarbeiter oder die sensible Kollegin. Emotionen sind nach Markus Hornung so kostbar wie unsere Zeit. Wir sollten uns deshalb gut überlegen, mit welchen Emotionen wir diese Zeit hauptsächlich verbringen.

»Der Abschied von der Sachlichkeit« unterstützt uns dabei, uns bewusst zu werden, was wir tagtäglich vor allem empfinden möchten. Wenn wir dieses Konzept auf den Bereich Beruf und Arbeit übertragen, macht es uns zumindest offen dafür, dass die Menschen, die einen Großteil ihres Alltags mit uns verbringen, ebenfalls vor allem nach emotionalen Kriterien entscheiden und handeln.

Wir können nicht ständig »intelligent sachlich« sein – und wären selbst dann von unseren Emotionen geleitet. Sie sind der eigentliche Kompass, der uns in unserem Leben Orientierung bietet. Emotionen helfen uns Ziele zu setzen, sie zu erreichen – oder bewusst darauf zu verzichten.

»Der Abschied von der Sachlichkeit« ist ein begrüßenswerter Einstieg zu den Themen Emotionen und Werte. Das gilt für alle Lebensbereiche. Und das gilt für unseren eigenen Umgang damit ebenso wie für den stetigen Abgleich mit den Kriterien der Menschen in unserem Alltag.


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