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 Boris Nikolai Konrad – Alles nur in meinem KopfBoris Nikolai Konrad
Alles nur in meinem Kopf

KEN. Woody Allen sagte einst in »Zelig«, er wolle niemanden an sein Gehirn lassen, das sei schließlich sein zweitwichtigstes Körperteil. Boris Nikolai Konrad (* 1984) war zu Zeiten Zeligs noch im Froschteich. Jetzt erklärt der promovierte Gedächtnisweltmeister und Hirnforscher, wie unser Gehirn funktioniert. Meistens jedenfalls.

 
 

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Die gute Nachricht vorweg: Wir haben mehrere Gedächtnisse! Wenn eines davon ausfällt, können wir trotzdem noch ein Superhirn sein. Das hängt von dem Umfeld ab, in dem wir mit unserem Wissen und Gewissen unterwegs sind. In einem höheren Alter könnten wir also ein Genie sein, wenn es um die 60er Jahre geht. Den Preis für die Tomaten letzte Woche im Discounter haben wir trotzdem schon vergessen.

Die Geheimnisse unseres Gehirns

Unser Gedächtnis ist auch nach Boris Nikolai Konrad ein Buch mit sieben Siegeln. Naja, vielleicht mit noch immer fünfeinhalb Siegeln. Auch die Forschung tastet sich nur langsam heran, wenn es um das Merken und Vergessen gilt. Immerhin zeigt die Erfahrung von Gedächtnissportlern, dass regelmäßiges Training von Gedächtnisstützen und Assoziationsketten das Merken an sich erleichtert. Wer diesen Aufwand vermeidet, ist möglicherweise ein Genie oder er weiß nicht einmal mehr, dass er eigentlich nichts weiß.

Beim Ultrakurz-, Kurz- und Langzeitgedächtnis gibt es nach Boris Nikolai Konrad für die meisten Menschen durchaus Entwicklungsmöglichkeiten bis sozusagen hinein in die Jahre Johannes Heesters‘. Allerdings geht das nur durch regelmäßiges Training. Sonst wissen wir am Ende nicht einmal mehr die Gegenstände in den Zimmern unserer Wohnung, an die wir irgendwelche merkbaren Sachen gehängt haben.

Solche Mnemotechniken deutet »Alles nur in meinem Kopf« nur an. Boris Nikolai Konrad verweist hier auf die umfangreiche Literatur und Tipps, die sich seit vielen Jahrhunderten für all die hochrangigen Gedächtnissportler kaum geändert haben. Ob wir uns etwas merken können, hängt ansonsten für die weniger Sportlichen immer von den Fragen wofür und für wie lange ab. Wenn wir - so oder so - die organischen Voraussetzungen für ein gutes Gedächtnis durch Ernährung und Inspirationen für unsere fünf Sinne schaffen, dann erinnern wir uns auch mit über 90 noch daran, was gestern war.

Boris Nikolai Konrad zehrt als Autor davon, dass er in unterschiedlichen Kategorien Weltmeister der Gedächtniskunst ist. Sein Buch lebt daher auch zwischen den Zeilen von den Erfahrungen im Wettkampf. Dass sich sein Wasserkonsum auf dem langen Weg zum Siegertreppchen vervielfacht und dass auch er als großer »Merker« ohne regelmäßiges Training sich mit Normalwerten begnügen muss.

In den »Geheimnissen unseres Gehirns« berichtet er vor allem als Forscher. Das Ergebnis auf 256 Seiten ist lesenswert, auch wenn ich mir trotz meiner früheren Trainings als Gedächtniskünstler nicht alles merken kann, hat die Darstellung etwas beruhigend Menschliches. Jeder kann ein Superhirn werden, je nach Lebensumständen und Fokus ist er es sogar bereits. Wir können unser Gedächtnis bis ins hohe Alter fit halten, müssen das neben dem Wollen dann aber auch aktiv tun. Sonst wird das Gehirn als großartiges Organ nachlassen, Kommentare des Bedauerns bewirken und die Pfleger nerven.

Boris Nikolai Konrad wehrt sich übrigens dagegen, dass das Gehirn wie ein Muskel trainiert werden könnte. Ein großartiger neuer Gedanke energetisiert unsere Gehirnzellen schlagartig so sehr, dass sie auch die Nachbarzellen mit infizieren und unserem Gedächtnis auf die Sprünge helfen.

Das ist ein neuer, zusätzlicher Impuls für die grauen Zellen, die unter dem Hut eigentlich eher weiß sind. Ich finde, das ist nicht weit weg vom Trainieren. Auch das Gehirn möchte schließlich angeregt werden – durch wirklich Neues oder bewährt Altes in neuer Gestalt. »Alles nur in meinem Kopf« enthält beides. Wir wissen seit Jahrhunderten schon recht viel über das Gehirn, und wirklich viel mehr Sensationelles ist in den letzten Jahren leider nicht dazu gekommen. Boris Nikolai Konrad erklärt es aber auf eine erfrischende Art. Und damit kommt auch das Ältere, längst Gewusste und schon Vergessene wieder neu an.



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