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Stephen King – Basar der bösen Träume Stephen King
Basar der bösen Träume

KEN. »Schillernd« und »unheimlich« sollten die 20 Kurzgeschichten im »Basar der bösen Träume« sein. Stephen King eben. Was mich an der Zusammenstellung genauso begeistert, ist die autobiografische Einführung zu jedem Kapitel. Seit »Das Leben und das Schreiben« ließ Stephen King uns selten so sehr über seine Schultern schauen.

 
 

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Stephen King (* 1947) ist mit über 400 Millionen Büchern in über 50 Sprachen einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Trotzdem steht der fast 70-Jährige noch immer Autoren nahe, die statt nur zu veröffentlichen auch davon leben möchten. Gratis für Amazon und die Kindle-Reihe zu schreiben – die Entscheidung für diese Kurzgeschichte dauerte eine Weile und brauchte eine unerwartete Lösung.

20 unheimliche Geschichten

Im »Basar der bösen Träume« veröffentlicht Stephen King auf über 700 Seiten mehr oder weniger kurze Geschichten, die bisher unveröffentlicht oder kaum bekannt sind. Leicht hätte Stephen King aus jeder ein eigenes Buch machen können. Auch seine Zeit ist knapp, und auch so ist das Ergebnis etwas Besonderes. Denn er gibt uns sehr großzügig die Gelegenheit für einen Blick hinter seine Kulissen.

Im November 2013 beispielsweise sollte er vor 2800 Zuschauern in Paris sprechen. Auf der Hinfahrt zum Le Grand Rex hielt er im großen schwarzen SUV neben einem Bus an der Ampel. Wegen des Vortrags war Stephen King bereits nervös genug. Würde er zudem rechtzeitig vor Ort sein? Er gab sich seinen Tagträumen hin und stellte sich vor, wie der lächelnde Reisende im Bus seine Sitznachbarin kaltblütig mit einem Messer tötet – und keiner hat es gemerkt. Ein böser Tagtraum für seinen aktuellen Basar.

Wir erfahren auf die gleiche Weise, wie Stephen King, ein Freund des Baseballs und ehemaliger Sportreporter, in »Blockade Billy« ein Teil der Handelnden wird. »Ur«, geschrieben für Amazon, führt in einem weiten Kapitel die Kindles auf king’sche Weise vor. Das Gratisexemplar seines Helden verändert neben dem Leseverhalten auch die Welt an sich.

Im »Basar der bösen Träume« ist für jeden etwas dabei, das einst die Fantasie Stephen Kings anregte. »Zugegeben, von Natur aus bin ich Romancier und habe eine besondere Vorliebe für lange Texte, in die Autor und Leser mit Haut und Haar eintauchen können, weil die Literatur dort die Chance erhält, zu einer nahezu realen Welt zu werden«, schreibt er. »Gelingt ein langes Buch, so haben Autor und Leser nicht nur eine Affäre; sie sind verheiratet. Wenn Leser mir schreiben, wie schade es sei, dass The Stand oder Der Anschlag ein Ende finden mussten, habe ich das Gefühl, dass das betreffende Buch ein Erfolg war.«

Andererseits kann für Stephen King auch eine Kurzgeschichte »erfrischend, ja schockierend sein«, »wie ein Walzer mit einem Fremden, den man nie wieder sehen wird, wie ein Kuss im Dunkeln oder wie ein wunderhübscher, kurioser Gegenstand, der bei einem Straßenflohmarkt auf einer billigen Decke liegt.«

Stephen King zeigt sich im »Basar der bösen Träume« als Straßenhändler, der seine Waren allerdings erst um Mitternacht verkauft, wenn wir vielleicht besonders empfänglich sind für unsere eigenen dunklen Gedanken. Wie ein Marktschreier ruft er aus: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.«

Wie auch bei Stephen Kings großen Werken bleibe ich beeindruckt von seiner Erzählkunst. Sie kommt so beiläufig daher wie das »Morgenmagazin«, während wir uns im Bad die Zähne putzen. Dass Stephen King in seinen Geschichten immer wieder überraschend einen empfindlichen Nerv trifft, passt zu dem Bild, selbst wenn er seine Kurzgeschichten hier mehr oder weniger aus seinen Schubladen kramte und sie für diesen besonderen Basar lediglich ein bisschen aufpolieren musste.



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