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Buchempfehlungen der Redaktion Globalscout


Michael Crichton und Richard Preston - MicroMichael Crichton und Richard Preston
Micro

KEN. Die Grundidee von »Micro« entstammt der Quantentheorie. Danach befinden sich zwischen unseren Winzigteilchen im Vergleich zu deren Größe Entfernungen von hochgerechnet der Länge eines Fußballfeldes bis hin zu zwei Kilometern. Was also, wenn wir diese Entfernungen technisch auf einen Bruchteil reduzieren könnten?

 
 

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Michael Crichton machte das in der Vorlage zu diesem Roman möglich und verschwindet nach den Riesen in der Saurierzeit in der Insektenwelt auf der Erde. Mehr oder weniger freiwillig geschrumpfte Menschen haben es plötzlich mit Ameisen in der Größe ihres Unterarms zu tun. Haben sie Pech, dann werden sie von Spinnen als essbar erkannt und entsprechend artgerecht verspeist. Artgerecht der Spinne nach.

Auf Hochspannung ausgelegter Thriller eines genialen Erzählers

Als wäre das nicht genug, haben es die sieben Studenten auf Hawaii mit hochgerüsteten  Robotern und Killern im Kleinstformat zu tun, die für Vin Drake, den Chef von Nanigen MicroTechnologies alles täten - Mord eingeschlossen.

Wer mit knapp über einem Zentimeter Größe im Urwald auf Hawaii überleben will, sollte sich daher gut auskennen. Vin Drake, der die sieben geschrumpften Studenten im Regenwald aussetzt, weil sie Zeugen des Mords an seinem Geschäftspartner wurden, hat es mit Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet zu tun. Mit dem Wissen um die Gefahren in der Insektenwelt können sie sich möglicherweise wieder in die Welt der Normalgroßen zurückbewegen. Allerdings drängt die Zeit, denn schon bald könnten sie an der lebensgefährlichen Tensorkrankheit verbluten.

Richard Preston hat »Micro« nach den Skizzen Michael Crichtons zu diesem Thriller vollendet. Crichton selbst starb bereits 2008 mit 66 Jahren. Während er sich in »Jurassic Park« damit auseinandersetzte, wie wir Heutigen wohl mit den Tieren der Urzeit zurechtkämen, geht es ihm in »Micro« um den Menschen in den Proportionen der Insektenwelt.

Die interessiert Nanigen MicroTechnologies nicht nur aus Sensationslust, sondern weil mit den entsprechenden Mitteln die Insektenwelt für medizinische Zwecke abgeerntet werden könnte - ein Geschäft von unbegrenztem Marktwert. Allerdings müsste man dazu auch Gefahren unter Kontrolle bringen, denn so toll sind Wespen und Spinnen nun auch wieder  nicht, wenn sie unserer Körpergröße entsprechen, rasiermesserscharfe Beißwerkzeuge und Stachel haben, die durch einen verkleinerten Menschen hindurchgehen wie durch Butter.

Für die Biologiestudenten um Peter Jensen geht es in der Welt der Insekten ums nackte Überleben – selbst um den Preis der Faszination, die sie mir ihren Erfindern Michael Crichton und Richard Preston teilen. Die Autoren haben sich über die umfangreiche Literaturliste im Anhang gründlich in die Welt der Gifte und Gegengifte von Insekten eingelesen und bringen uns damit eine Welt näher, die - derart vertextet - bisher wohl tatsächlich nur Biologen verständlich war.

Dass es eine Schrumpfung wie in »Micro« einmal geben könnte, ist zumindest nach der Quantentheorie denkbar. Man braucht dafür nur den Raum zwischen Teilen verringern, gegenüber denen Atome bereits riesig erscheinen. Nach »Micro« bin ich persönlich froh, wieder in die Welt der normalen Proportionen zurückgekehrt zu sein. Und wenn ich die lästige Mücke in meinem Zimmer tatsächlich erwische, werde ich wieder ruhig schlafen.

Ich fände es weniger praktisch, wenn sie mich in ihren Bau verschleppen und dann schön langsam verspeisen würde. Der Ausflug nach Liliput mit Michael Crichton hat mir ansonsten Spaß gemacht. Vielleicht hat diese Zukunftsmusik in »Micro« auch etwas Tröstliches dadurch, dass es dort zwar ebenfalls Kriminelle geben wird, die gegebenenfalls aber ebenfalls von einer Spinne gefressen werden könnten.


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