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 Gregor Weber –AsphaltseeleGregor Weber
Asphaltseele

KEN. Gregor Weber (* 1968) hat Ruben Rubeck eine freche Schnauze zugeschrieben. Die macht den verlebten Polizeibeamten, der »Asphaltseele« erzählt, konsequent unbequem und gleichermaßen sympathisch. Dabei hat der Kriminlkommissar vor der Kneipe gerade einen gesuchten Gangsterboss angeschossen und dessen Leibwächter komplett vom Leben zum Tod befördert.

 
 

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Ruben Rubeck ist im Frankfurter Bahnhofsviertel zuhause. Hier gibt es alles, was das Leben für ihn lebenswert macht: Stripclubs, Tabledance, Peepshows, Spielhallen, Puffs, den »Schlabbekicker« nicht zu vergessen. So lange ihm die Pilsbiere und »Kurzen« sowie die Roth-Händle dort nicht ausgehen, ist Ruben Rubecks Welt in Ordnung. Und manchmal gibt es Sekt bei seiner Lieblingsprostituierten Ina im »Love’s In«, selbst wenn außer Reden oft genug nix weiter läuft.

Egal, ob Sie ihn mögen, Ruben Rubeck ist ein Guter

Das alles sollte an Lebensqualität für die 15 Jahre bis zur Pensionierung reichen, falls die restliche Fitness mitmacht und Ruben Rubeck Schießereien zukünftig meidet.

Hat er gerade aber nicht. Und Gani Palokaj, dem er vor der Kneipe eine Kugel verpasst hat, wird überleben. Das ist gut für den ehemaligen Offizier der paramilitärischen Befreiungsarmee UÇK, möglicherweise aber schlecht für Ruben Rubeck.

Leider kennt sich der Frankfurter mit dem immer mehr verglimmenden Jagdinstinkt nach acht Jahren Bundeswehr recht gut im Kosovo aus. Nawrocki, Ermittler des Landeskriminalamts, hat dort ebenfalls gedient. Er beauftragt Ruben Rubeck über die Behörden hinweg, den Verletzten im Krankenhaus zu bewachen.

Zwischen den wohlverdienten Absackern im Bahnhofsviertel gibt es also ernsthaft Arbeit für Ruben Rubeck. Und die erledigt er so unorthodox wie eine Mischung aus Brösels »Werner« mit der Bügelflasche und Haudrauf Schimanski.

Gregor Weber hält »Asphaltseele« aus der Perspektive Ruben Rubecks sprachlich durch, bis der Tod ihn – also Ruben Rubeck – beinahe scheidet. Das ist eben so mit ehemaligen GSG 9-Soldaten im Nacken.

In Rückblenden tastet sich der Thriller Kapitel für Kapitel langsam an die Ursachen der aktuellen Ereignisse heran. Das wäre weniger »bröselig« immer noch gut gewesen: Die Kameraden in den Straßen von Priština heißen Bongo, Speedy, Quitte, Mücke und Zack – und sie sabbeln wie eine Kohorte Freunde von »Werner« auf Bölkstoff.

Die »Renaissance des deutschen Noir« nennt der Verlag Ruben Rubeck und sein Abenteuer. Endlich schaut dem Frankfurter Volk und seinem Rotlicht-Milieu jemand aufs Maul. Pädagogisch wertvoll ist »Asphaltseele« dagegen sicher nicht. Das wäre schlecht für die Leber und die nächsten Bundesjugendspiele. Aber der Titel ist mit angelegtem kleinem Finger erfrischend unterhaltsam und gleichzeitig spannend erzählt.

Gregor Weber hat von Marine über Schauspielschule, Studium, Rollen in »Heinz Becker« und »Tatort« einiges erlebt. Als Feldwebel der Reserve war er in Afghanistan und lernte auch noch Koch. Geschichten mit »Krieg« waren in dem Zusammenhang schon vor »Asphaltseele« ein Thema. Sein Sachbuch »Kochen ist Krieg!« brachte ihn schließlich zum Schreiben. Und das finde ich gut so.

Ruben Rubeck poltert auf eine unterhaltende Art durch den ernsthaften Alltag. Aber schließlich ist es ihm nicht egal, wer ihn warum auch immer vermöbelt. – Gerne mehr davon.



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