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Buchempfehlungen der Redaktion Globalscout


Theresa Keller - Einfach ich selbst sein dürfenTeresa Keller
Einfach ich selbst sein dürfen

KEN. Teresa Keller stellt sich als Fachfrau für Positive Psychologie vor. Diese Richtung wurde 1954 von dem amerikanischen Psychologen Abraham Maslow angeregt und in den 1990er Jahren als jüngster Zweig der Psychologie weiterentwickelt. Weniger therapeutisch klingt ihre Anwendung unter dem Begriff »flourishing«.

 
 

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Teresa Kellers Empfehlung, »Sei du selbst – andere gibt es schon genug!« erinnerte mich spontan an »Die Kunst, ein Egoist zu sein«. Josef Kirschner forderte in den späten 1970ern seine Leser damit zu dem »Abenteuer« auf, »glücklich zu leben, auch wenn es anderen nicht gefällt«. Damit wäre Teresa Keller jedoch verkannt, wobei auch sie in ihren Tests die Reihenfolge vom Ich zum Du einhält.

Bessere Beziehungen durch Positive Psychologie

In der »Selbstinventur« finden wir heraus, was unsere Stärken sind, ob wir einen Sinn in unserem Tun sehen, optimistisch durch das Leben gehen und uns als erfolgreich erleben. In der »Beziehungsinventur« lernen wir danach, wie konfliktfähig wir sind, ob wir uns abgrenzen können, möglicherweise mehr geben als nehmen und wie es um unsere Beziehungen insgesamt steht.

Das ist eine gute Reihenfolge für die Standortbestimmung, denn wer weiß, wer er ist, wird sich auch in den Beziehungen zu anderen wiederfinden. Nach der Identifikation der »Rollen unseres Lebens« folgt im dritten Kapitel der Aufruf zum Handeln: »Die Show kann beginnen!«.

In »Einfach ich selbst sein dürfen« fordert Teresa Keller ihre Leser auf, die eigenen Stärken und Potenziale wertzuschätzen. Irgendetwas findet schließlich jeder an sich selbst gut und kann damit für sich und andere etwas bewirken. Ihre Positive Psychologie geht damit über die Schule des positiven Denkens hinaus, der immer wieder vorgeworfen wurde, jede noch so nachteilige Situation lediglich schön zu reden.

Und was hat das Ganze mit Glück zu tun?

Teresa Keller ist promovierte Betriebswirtin, arbeitete als Unternehmensberaterin und führt heute als Coach und Beraterin ein Institut mit »Flourishing« im Titel. Dieser Begriff ist schwer zu fassen und erinnert an Mihály Csíkszentmihályi und seine »Flow«-Theorie im Rahmen der Glücksforschung: Was wir leicht und gerne tun, erhöht unsere Produktivität und fühlt sich gut an.

»Einfach ich selbst sein dürfen« stürzt die Leser in diesem Sinn jedenfalls nicht ins Jammertal. Im Gegenteil: Teresa Keller bietet neben der Selbst- und Beziehungsinventur zahlreiche Anregungen, die eigene Wahrnehmung zu schulen, eigene Bewertungen zu hinterfragen und sie in erfüllendes Handeln umzusetzen. Die Autorin entlässt uns also nicht aus der Verantwortung, proaktiv etwas für unser Glück zu tun. Selbst der bewusste Müßiggang ist eine Tätigkeit.

Weitere Anregungen bieten im Buch die Checklisten, Tests und Übungen. Die Beispiele von Klienten, die ihre Anregungen umgesetzt haben, sprechen dafür, dass die Positive Psychologie nach Teresa Keller keine lebensferne Theorie ist, sondern tatsächlich etwas bewirkt.



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