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Caitlin Shetterly - GenbombeCaitlin Shetterly
Genbombe

KEN. Caitlin Shetterly veröffentlichte 2013 »The Bad Seed: The Health Risks of Genetically Modified Corn« in der Zeitschrift Elle. Damit legte sie sich mit den Giganten der Gentechnologie an – und blieb am Thema. Schließlich ging es um ihre Gesundheit und die ihrer Kinder. »Genbombe« fasst ihre Recherchen zusammen.

 
 

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»Die böse Saat, Gesundheitsrisiken durch genetisch veränderten Mais«, das wäre etwa die deutsche Übersetzung des ursprünglichen Artikels. Es geht um Mais, der in den USA ganze Landschaften beherrscht, die noch immer den romantischen Namen Great Plains tragen. Andere nennen die Region den Brotkorb, die Kornkammer und wieder andere die Staubschüssel (»Dust Bowl«) der USA, wenn nicht gar der Welt.

Von Mais und Menschen - unser unheimliches Essen

Ich gebe zu, dass ich diese 400 Seiten starke Bibel über Mais und Bienen ziemlich erschöpfend fand – im doppelten Sinn. Neben all den naturwissenschaftlichen Belegen für die Gefährlichkeit bis hin zum Gift genetisch veränderter Organismen (GVO) lässt Caitlin Shetterly uns jedoch auch an ihren Reisen zu Bauern, Produzenten und Gegnern teilnehmen. Gemeinsam besuchen wir die Davids, die sich gegen übermächtige Goliaths noch immer behaupten und dabei mit jeder Art von Demütigung und Bedrohung zurechtkommen müssen.

Der Mais-Wahnsinn verändert neben Landschaften auch Kulturen. Die Chemie- und Gentechnologie behauptet dabei noch immer, der Protest ihrer Gegner hätte keine Berechtigung. Weder in den USA, noch in Europa und selbst in Deutschland nicht. Doch schon als Caitlin Shetterly mit offenem Fenster durch die Plains fährt, bricht ihre Maisallergie massiv wieder auf. – Ihr einjähriger Sohn Marsley landete damit Jahre zuvor in der Notaufnahme. Seine Atemnot wurde mit einem »respiratorischen Affektkrampf« abgetan. Wutausbrüche dieser Art hätten andere Kinder noch mit fünf! – So wie Pepe, der Sohn des Häuptlings bei »Asterix in Spanien«, einfach die Luft anhielt.

Caitlin Shetterly war nicht zum Lachen zumute. Im Gegenteil: Die Ärzte hatten eine Löwin geweckt! Jahrelang litt sie unter starken Schmerzen, Übelkeit, extremer Müdigkeit und Hautausschlag, bis sich die Diagnose verdichtete, sie sei auf genmanipulierten Mais allergisch. In »Genbombe« berichtet sie über 700 verschiedene chemische Verbindungen aus den USA, die in 85.000 Chemikalien und in Mengen bis zu vier Milliarden Tonnen jedes Jahr auf die Böden ausgebracht werden. Unter anderem um die Nebenwirkungen genetisch veränderter Organismen zu bekämpfen.

Kaum jemand kann den Folgen dieser massenhaften Eingriffe in die Natur entkommen. Bienen und Würmer schon mal gar nicht. Auch wir müssen bei »Bio« längst mit gentechnologisch veränderten Substanzen rechnen: im Essen, in Windeln, in Medikamenten, in der Zahnpasta oder im Fleisch der Rinder, die mit Mais gemästet werden. Mit Maiszucker werden unzählige Produkte gesüßt oder mit seiner Stärke verdickt. Längst gibt es »Plastik«-Flaschen und Stoffe aus Mais.

Die Superpflanze wird zu nahezu 100 Prozent verwendet. Das wäre eigentlich eine gute Nachricht, aber zu nahezu 100 Prozent sind Verbraucher auch den Folgen der genetischen Veränderungen ausgesetzt. Dabei hat der Kampf um gesunde, natürliche Lebensmittel gerade erst begonnen. Für die »Genbombe« trifft sich Caitlin Shetterly mit Experten, Bauern, Wissenschaftlern und ehemaligen Monsanto-Mitarbeitern.

Weitere Recherchen führen sie nach München zu Walter Haefeker. Der Vorsitzende des Deutschen Berufsimkerverbands und Präsident des europäischen Erwerbsimkerbundes weiß, dass der Wind keinen Unterschied macht, ob er über biologisch bearbeitete Äcker oder agrarindustrielle Flächen fegt. Spätestens seit dem Hurrikan »Irma« im September 2017 sollte jedem klar sein, dass der Wind keine Grenzen kennt.

Nach meinem Eindruck kann diesen Kampf schon jetzt niemand mehr gewinnen, und das nicht »nur« wegen der unkontrolliert freigesetzten Bestäubung von den Versuchsfeldern. Am Ende werden nur diejenigen »gewonnen« haben, die aus der selbstgemachten Katastrophe den größten finanziellen Nutzen ziehen. Genau dagegen stellen sich Caitlin Shetterly und ihre Gleichgesinnten: Sie wollen keine böse Saat und Breitband-Herbizide mit unabsehbaren Folgen und beschönigenden Namen wie »Roundup« von Monsanto.

Caitlin Shetterly - Genbombe



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