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Sabine Thiesler - Der KellerSabine Thiesler
Der Keller

KEN. »Der Keller« beginnt mit Hannahs Reise in die Toskana. Vielleicht wird die Nachricht, dass sie ein Baby erwartet, ihre depressive Mutter von weiteren Selbstmordversuchen abbringen. Doch Hannah kommt nie im Ferienhaus ihrer Eltern an. Nach einer Nacht im historischen Palazzo der Scarpaccinis bleibt sie spurlos verschwunden. Jedenfalls, bis ein Spaziergänger auf einem Luderplatz eine schreckliche Entdeckung macht.

 

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»Eine Scarpaccini betrügt man nicht!« – Octavia, angeheiratete Edeldame aus einer Seitenlinie der Medicis, zählt mit dieser Warnung ihren Ehemann Daniel an. Zum wiederholten Mal geht der leidenschaftliche Jäger in der Nähe von Florenz deshalb auf eine ganz besondere Pirsch. Seine Beute ist die wichtigste Zutat für sein eigenhändig zubereitetes »Oro della Toscana«. - Das »Gold der Toskana« ist jedenfalls nichts für Veganer.

Verloren im Palazzo

Wir lernen Sabine Thiesler in »Der Keller« von einer besonderen Seite kennen. Um die Natur und vor allem den Wald und ihren Mann, einen Jäger, besser zu verstehen, hat die gebürtige Berlinerin selbst einen Jagdschein gemacht. Sie weiß daher, wann Wildschweine, Füchse, Vögel und andere Tiere zu den Luderplätzen kommen, auf denen Jäger nach dem Ausweiden ihrer Beute die Jagdabfälle der Natur überlassen. Ein Fuß mit lackierten Zehennägeln gehört eher selten dazu.

Das ist dann auch der Grund, warum wir Commissario Donato Neri in Ambra wiedertreffen werden.

Wenn Frauen spurlos verschwinden, dann braucht es gerade in der Toskana einen Ermittler, der die Einheimischen mit ihren Marotten versteht, weil er selbst genug davon hat. Die Scarpaccinis fordern den störrischen Commissario besonders heraus. Die schwerreiche Wohltäterin Octavia und ihr deutscher Ehemann Daniel vermieten auf dem Gelände ihres historischen Anwesens Appartements und richten in ihrem Palazzo Feste für die (Einfluss-) Reichen und die Schönen aus. Nur die Jagd als einziges Hobby wäre sonst zu langweilig.

Manches am aktuellen Fall wird für Donato Neri trotz seiner Nähe zum Volk unvorstellbar bleiben. Zwar ist er mit sechzig Jahren und vielen Dienstjahren bei der Polizei sehr erfahren, aber er käme nicht auf die Idee, dass seine eigene Familie so brutal in den aktuellen Fall hineingezogen werden wird.

»Der Keller« bietet 500 Seiten Spannung, wobei Hannah und ihre verzweifelten Angehörigen schon bald keine Rolle mehr spielen werden. Stattdessen sitzen wir mit den Scarpaccinis im Wald an und bekommen einen Einblick in die Arbeit der Jäger, die den Wildbestand hegen und pflegen. Auch wenn Sabine Thiesler selbst diese Leidenschaft teilt, nähert sie sich ihrem Motiv so, dass noch ausreichend für die Phantasie ihres Publikums übrigbleibt. Zum Beispiel, wenn die Scarpaccinis ihr Beuteschema um entscheidende Akzente für ein gemeinsames ekstatisches Erleben erweitern.

Die Leser von »Der Keller« werden sich freuen, wenn Commissario Neri und seine Familie endlich wieder mit dabei sind. Selbst Sabine Thiesler meint, ihr Ermittler und seine Familie seien so vermutlich nur in der Toskana vorstellbar. Die Neris sind eine stabile Größe, wenn es um die Aufklärung von Morden in der Toskana geht. Aber ob deswegen wirklich alles gut wird?

Sabine Thiesler wird uns bis zum Schluss von »Der Keller« immer wieder überraschen.

 

Ein Interview des Heyne-Verlags mit Sabine Thiesler zu »Der Keller«
auf buecher-blog.net finden Sie hier.

2019 Thiesler, Sabine - Der Keller



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